Hund sei Dank!

29.09.2017 18:46:57 | Eva Waiblinger
Was unser Schwesterverband, die Gesellschaft für tiergestützte Therpie und Aktivitäten GTTA schon lange weiss und lehrt: Heimtiere, vor allem Hunde, sind Balsam für die Seele älterer Menschen. An der Universität Zürich untersucht der Neurowissenschafter und Lernforscher Martin Meyer zur Zeit, wie die Haltung eines Hundes sich auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden (in der Fachsprache Quality of Life, QoL) älterer Personen auswirkt. Die idee ist nicht wirklich neu, und es wurde in diesem Gebiet auch schon intensiv geforscht. Meyer plant aber, diese Studie nicht nur wissenschaftlich zu publizieren, sondern auch einen Ratgeber für ältere Menschen zu verfassen, die einen Hund adoptieren wollen. Auf die Idee für die Studie hat ihn übrigens sein eigener Hund, der Labrador Retriever Rumo, der auf Spaziergängen regelmässig als Eisbrecher zwischen Meyer und älteren Menschen agierte. Meyer führt Rumo denn auch als "externen Experten" in seinem Team auf (zum Co-Autoren der Studie hat es der Hund noch nicht geschafft, aber das kann ja noch werden).

Für die Studie werden noch TeilnehmerInnen gesucht. Sie müssen allein leben, zwischen 65 und 75 Jahre alt und im Kanton Zürich wohnhaft sein und planen, sich nächstens einen Hund anzuschaffen - oder regelmässig mit Hunden aus einem Tierheim spazieren zu gehen. Vorerfahrung mit Hunden ist nicht notwendig. Kontakt über die Website des Projektes "Dynamik des gesunden Alterns" bei "Beloved", Meyers Studie.

Link zum Artikel im Tages Anzeiger vom 18. September 2018