Teure Heimtierhaltung

29.12.2018 13:19:27 | Eva Waiblinger
Katze mit verbundener PfoteKatzenzoff im Ausgang. Seraina kehrt mit verletztem Pfotenballen heim. Kostenpunkt für Wundversorgung, Antibiotikum, Verbände, Nachkontrollen: alles in allem CHF 300. Tierhaltung kann schnell ins Geld gehen. Darüber berichtete Denise Jeitziner in ihrem Artikel "Liebes, teures Tier"in der Sonntags Zeitung vom 16. Dezember 2018. Es ist nicht nur die Spitzenmedizin, die immer häufiger auch bei Heimtieren angewendet wird, sondern auch die ganz normale Versorgung eines Heimtieres von Hund oder Katze, die manchem Heimtierhalter ein Loch ins Portemonnaie reisst. Dies aber vor allem, weil sich viele Heimtierhalter vor der Anschaffung des Tieres nicht bewusst sind, wieviele Gesundheitskosten mit der Anschaffung eines Tieres auf sie zukommen - ab CHF 1300 für eine Katze, bis CHF 2500 für einen Hund - und das ohne grössere Verletzungen oder schlimmere Krankheiten. Manche Tierbesitzerinnen schliessen vorsorglich eine Tierversicherung ab, aber dies geht nur bei jüngeren Tieren. Bei älteren tut die Tierhalterin bzw. der Tierhalter gut daran, eine Reserve für unvorhergesehene Gesundheitskosten zur Seite zu legen. Wenn auch das nicht nicht mehr reicht, greifen manche Tierhalterinnen und Tierhalter zu einer neuen Möglichkeiten: sie versuchen sich in Crowdfunding, um die Arztrechnungen ihres Lieblings zu decken. Und es funktioniert tatsächlich. Jeitziner beschreibt in ihrem Artikel mehrere Fälle. Andere Tierhalter wenden sich in ihrer Not an die Fonds, die Tierschutzorganisationen für mittellose Heimtierhalter eingerichtet haben, doch auch diese können nur einer beschränkten Anzahl Tieren helfen. Daher: eine Katze mag auf dem Bauernhof günstig oder gar gratis zu bekommen sein - ihre Gesundheitsversorgung während der 13 bis 20 Jahre ihres Lebens ist es nicht.

Artikel in der Sonntagszeitung vom 16. Dezember (wie ein Heimtier: auch nicht kostenlos!)

Crowdfunding-Plattformen
Tierversicherungen: